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Ein gelüftetes Geheimnis

Donnerstag, der 11. 01. 2007, 19.00 Uhr: Bei sehr stürmischem Wetter hatten sich rund 60 Grünberger und Gäste aus den umliegenden Orten in der Gaststube "Zur Linde" eingefunden, um einen interessanten Abend zu erleben. Und sie sollten nicht enttäuscht werden. Zu Gast war die Autorin des Erfolgsromans "Das Geheimnis der Hebamme", Frau Sabine Ebert.

Zu Beginn der Lesung ging Frau Ebert gleich auf drei oft gestellte Fragen zu dem Roman ein. Warum eine alte Pirnaer Ansicht statt des Freiberger Rathauses das Titelblatt schmückt, kann sie nicht sagen. Weshalb sie das Jahr 1167 als Jahr des Siedlungsbeginns wählte, obwohl die ersten Siedler bereits früher ankamen, begründete sie damit, dass sie den Zweitraum zwischen Siedlungsbeginn und den ersten Silberfunden nicht so lange ohne wesentliche Ereignisse verstreichen lassen wollte. Und schließlich zur Wahl ihrer Romanheldin: "Ein Siedler kommt von seinem Acker nicht runter, ein Bergmann aus seiner Grube nicht raus, eine Hebamme aber kommt `rum." Da viele der Besucher die Geschichte bereits gelesen hatten, entschied sich die Autorin dafür, nur einige einführende Szenen zu lesen und viel Zeit für die Fragen der Leser zu lassen. Diese ließen dann auch nicht auf sich warten. Wodurch wurde sie zum Schreiben dieses Romans animiert? Woher nimmt sie die Phantasie für die geschilderten Grausamkeiten bzw. sexuellen Darstellungen? Wie lange benötigte sie für das Schreiben des Buches? War es schwer, einen Verlag zu finden? Diese und andere Fragen beantwortete Sabine Ebert sehr umfassend und wies zugleich nach, dass sie sich in den rund ein Jahr andauernden Recherchen für das Buch ein umfangreiches Wissen über Leben und Treiben in jener Zeit, wichtige Ereignisse und agierende historische Personen, Ernährung und Mode angeeignet hat, was für den Erfolg und die Glaubwürdigkeit ihres Buches unabdingbare Voraussetzung war. In insgesamt vierjähriger Arbeit erfüllte sich Sabine Ebert mit dieser Erzählung aus unserer Region selbst einen Traum und bescherte uns eine spannende Lektüre, die Freiberg und das Erzgebirge sicherlich auch den Lesern im Westteil unseres Landes bekannter machen wird.

Mit herzlichem Applaus und einem Blumenstrauß dankten die Besucher für den interessanten Abend. Ein Räuchermännchen in Gestalt Heinrichs von Wettin an die Autorin überreicht, soll helfen, die Ideen für das nächste Buch "Die Spur der Hebamme" und die folgenden drei Bände zu beflügeln.

 

 

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