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Das macht nach Adam Ries ...

Am Dienstag, dem 26. Oktober 2010 war Adam Ries alias Dr. Norman Bitterlich, Nachkomme des Rechenmeisters in der neunzehnten Generation, in der ehemaligen Schule in Grünberg zu Gast. Im historischen Gewand machte uns, das waren rund 20 Besucher, Herr Dr. Bitterlich mit dem Leben und Wirken des Rechenmeisters Adam Ries bekannt.

Dieser, an der Schwelle einer neuen Zeit, um das Jahr der Entdeckung Amerikas 1492 in Staffelstein geboren, erwarb sich hohe Anerkennung bei der Erarbeitung von Mitteln und Lehren, um das Rechnen für breite Bevölkerungsschichten handhabbar zu machen. Mit seinen Schriften zum Rechnen auf den Linien wurde es für Kaufleute, Handwerker und andere möglich, auf verhältnismäßig einfache Weise auch schwierigere Rechnungen vorzunehmen.

Herr Dr. Bitterlich bezog die Besucher aktiv in das Rechnen auf den Linien ein und ließ sie einige Rechenoperationen auf dem Abakus nachvollziehen.

Dieses Wissen war zur Zeit von Adam Ries für Handwerker, Kaufleute u. a. auch deshalb von zunehmender Bedeutung, weil mit der Ausweitung des Handels- und Warenverkehrs die richtige Umrechnung der unterschiedlichen Maße und Gewichte und damit die Anpassung der Preise auf den oft weit entfernten Märkten immer zwingender wurde.

Der Vortragende verdeutlichte auch sehr anschaulich am Beispiel der Brotordnungen für Annaberg und Zwickau die Rolle Adam Ries' bei der Schaffung von Kontrollhilfen für die Verwaltungen der mittelalterlichen Städte ebenso wie bei der Bereitstellung von Messvorrichtungen als Hilfen bei der Erhebung von Zöllen u.ä.

Dieser kurzweilige und sehr informative Vortrag hätte sicherlich noch mehr Besucher verdient. Unser Dank gilt Herrn Dr. Bitterlich für sein Bemühen, uns eine bedeutende Persönlichkeit unserer erzgebirgischen Heimat nahe gebracht zu haben.

 

Adam Ries alias Dr. Bitterlich erklärt das Rechnen auf den Linien

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